Für SpeedLab ergeben sich Anwendungen in neuen Dimensionen

Interview mit Gerald Glasauer, Geschäftsführer des Wagniskapital-Finanzierers GUB

GUB_Gerald_Glasauer

 

Gerald Glasauer ist einer der Pioniere in Venture Capital und seit 25 Jahren im Beteiligungskapital-Markt tätig. Von ihm finanzierte Startups sind heute bis hin zu 4 Mrd. Euro wert. Über 100 Beteiligungen an gründungsnahen High-Tech-Startups wurden durch sein Engagement mit Eigenkapital finanziert.

Unternehmen aus diesem Portfolio erhielten Innovationspreise bis hin zum Nobelpreis. Seit dem vergangenen Jahr ist die von Glasauer gegründete GUB Wagniskapital GmbH & Co. KGaA einer der wichtigsten Investoren in Speedlab. Im Interview erläutert er, was er an SpeedLab für spannend hält und wie er die Aussichten einschätzt. Seit dem 1. März 2017 ist die GUB-Aktie wieder an der Börse Hamburg-Hannover im Freiverkehr gelistet.

 

Die GUB Wagniskapital hat sich im vergangenen Jahr an SpeedLab beteiligt? Was waren die wichtigsten Gründe für die Beteiligung?

 

Gerald Glasauer: Die üblichen FinTech-Innovationen finden sich im Bereich der Beratung (Vergleichsportale, Produktfinder) oder im Bereich der innovativen Transaktion/Abwicklung.
GUB als Venture Capital Fonds suchte nach einer Innovation im automatischen Wertpapierhandel, im so genannten Algo-Trading. Hier hat uns das mathematische Konzept der Speedlab AG überzeugt.

 

Bisher hat sich GUB vorrangig an Unternehmen aus dem Gesundheitssektor beteiligt. Weshalb haben Sie sich nun an einem Fintech-Unternehmen beteiligt?

 

Gerald Glasauer: GUB investiert seit 23 Jahren in Hightech. Gerade in der Branche Gesundheit konnte GUB mit Unternehmensgründungen massiven Wertzuwachs erzielen.
Das Gen-Technologie-Unternehmen  ALNYLAM, welches GUB im Jahre 2000 gründete, notiert heute an der amerikanischen Technologie-Börse NASDAQ und ist mehrere Milliarden Euro wert. NEXUS, Softwarehersteller für Krankenhäuser, ebenfalls eine Frühphasen-Investition der GUB, notiert heute an der Börse mit einem Wert in Höhe von 300 Mio. Euro, und andere Erfolgsstories.
Die Erfolgsfaktoren eines Startup-Unternehmen sind immer die gleichen. GUB als Kapitalmarkt-Unternehmen hat eine natürliche Affinität zum Wertpapierhandel und daher war es für uns nur ein kleiner Sprung von der Medizin hin zur Fintech.

 

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung von SpeedLab und der Kooperation, die mit der Privatbank Donner & Reuschel eingegangen wurden?

 

Gerald Glasauer: Mit dem Investment von GUB konnte SpeedLab seine Flotte an Handels-Robotern auf über 100 ausbauen. Ziel dieser Roboter ist es, auf den Kapitalmärkten Überrendite zu erzielen, bei mathematisch geringstem Risiko. Diesem Entwicklungsziel kommen wir stetig näher. Die strategische Kooperation mit der Donner & Reuschel Bank und der dahinterstehenden Signal Iduna Versicherung, einem der größten Kapitalanleger Deutschlands, ist für SpeedLab ein Meilenstein in der Unternehmensentwicklung. Durch die Zusammenarbeit mit dem Signal Iduna Konzern ergeben sich für die intelligenten SpeedLab-Roboter Anwendungen in ganz neuen Dimensionen und Größenklassen. GUB ist zufrieden mit der Entwicklung bei SpeedLab.

 

Studien gehen davon aus, dass in der Finanzbranche die Disruptionen durch die Digitalisierung besonders stark sein werden. Können Sie sich noch weitere Beteiligungen im Fintech-Bereich vorstellen?

 

Gerald Glasauer: Für GUB ist das FinTech-Segment als Investitionsziel besonders attraktiv. Wir prüfen derzeit weitere Einstiege in FinTechs.

 

Die GUB-Aktie ist seit der vergangenen Woche an der Hamburger Börse notiert. Sind Sie mit den ersten Handelstagen zufrieden?

 

Gerald Glasauer: Die Aktie der GUB Wagniskapital wurde im März 2017 wieder an der Börse eingeführt. Eine Kapitalerhöhung war damit nicht verbunden. Es handelte sich daher um ein Börsenlisting der Aktie. Der Freefloat beträgt 27%. Er liegt bei ca. 650 Aktionären. Die aktuell umlaufenden Stücke sind noch gering. Meiner Einschätzung nach liegt das daran, das die investierten Aktionäre die weitere Entwicklung abwarten möchten und sich daher nicht von ihren GUB-Aktien trennen. Die Geld-Seite entwickelt sich stetig nach oben, um die Abgabebereitschaft des Freefloats zu ermitteln.

 

Welche Ziele hat GUB langfristig?

 

Gerald Glasauer: Bisher war GUB bekannt als Hightech Investor in der Frühphase. Hier wurden über 100 Venture Capital Beteiligungen investiert. Der Investitions-Fokus von GUB ändert sich künftig in der Weise, als dass wir uns in etablierte Unternehmen investieren werden. Ertragsstarke mittelständische Unternehmen, mit robusten Geschäftsmodellen stehen bei uns auf der Einkaufsliste. Wesentliche Kriterien bei der Auswahl unserer Investitionen sind der laufende Ertrag aus der Geschäftstätigkeit oder die Strategie einer absehbaren Veräußerbarkeit des investierten Unternehmens. Für unsere neuen Investitionen sehen wir den regionalen Schwerpunkt im Südwesten von Deutschland.

 

Mehr Informationen zur GUB sind bereitgestellt unter:   www.gub.de
Posted by SpeedLab / Posted on 22 Mrz
  • Post Comments 0